Webdesign 4. Mai 2026 · 6 Min. Lesezeit

Was kostet eine professionelle Website? Preise & Faktoren 2026

Baukasten, Freelancer oder Agentur – hier erfährst Du, wovon die Website-Kosten wirklich abhängen und was Du für Dein Budget erwarten kannst.

Kalkulationsübersicht der Kosten für eine professionelle Website

„Was kostet eine Website?“ – das ist mit Abstand die Frage, die ich am häufigsten gestellt bekomme, noch bevor wir über irgendetwas anderes gesprochen haben. Und ich verstehe das. Es ist eine berechtigte Frage, auf die ich aber keine einfache Antwort geben kann. Die Spanne reicht von wenigen Euro im Monat bis zu mehreren Tausend Euro Einmalzahlung, und beide Optionen können für Dein Unternehmen vollkommen richtig sein – oder völlig falsch. Was den Unterschied macht, erkläre ich Dir hier.

Was kostet eine Website – ein erster Überblick

Grob lassen sich drei Wege unterscheiden, wie Unternehmen heute eine Website bekommen. Die folgende Tabelle zeigt die typischen Preisspannen – als Orientierung, nicht als feste Kalkulation:

Weg Einmalige Kosten Laufende Kosten
Baukastensystem (Wix, Squarespace, Jimdo) 0 € 10–50 €/Monat
Freelancer / kleinere Agentur 800–4.000 € 10–50 €/Monat
Professionelle Webagentur 2.000–10.000 €+ 30–150 €/Monat

Was Du letztendlich zahlst, hängt von vier Faktoren ab, die ich im Folgenden erkläre. Wer diese versteht, kann Angebote viel besser einordnen und vermeidet böse Überraschungen.

Faktor 1 – Welche Art von Website brauchst Du?

Nicht jedes Unternehmen braucht dieselbe Website – das klingt selbstverständlich, wird aber erstaunlich oft ignoriert. Ein Elektriker, der neue Anfragen aus seiner Stadt gewinnen möchte, braucht etwas grundlegend anderes als ein Coach, der Online-Kurse verkauft. Ich erlebe in der Praxis regelmäßig, dass Kunden mit einer langen Wunschliste kommen, die zu ihrem eigentlichen Ziel gar nicht passt – und umgekehrt.

Grob unterscheide ich vier Typen: Die Visitenkarten-Website mit ein bis drei Seiten (Startseite, Über mich, Kontakt) ist ideal für Handwerker, Dienstleister und lokale Betriebe und beginnt ab etwa 800 Euro. Die Business-Website mit fünf bis zehn Seiten – ergänzt um Leistungsseiten, Blog oder Portfolio – kostet realistisch ab 1.500 Euro. Wer Termine online annehmen oder Kunden einloggen lassen möchte, braucht eine Website mit Buchungssystem oder Kundenkonto, was ab 2.500 Euro realisierbar ist. Und ein Online-Shop mit Produktpflege, Zahlungsabwicklung und Versandlogik beginnt bei etwa 2.000 Euro – je nach Umfang aber deutlich mehr.

Faktor 2 – Baukasten, WordPress oder individuelle Entwicklung?

Die Wahl der Technologie ist eine der wichtigsten Entscheidungen – weil sie nicht nur den Preis bestimmt, sondern auch, was später überhaupt möglich ist.

Baukastensysteme: schnell, günstig, begrenzt

Tools wie Wix, Squarespace oder Jimdo sind ideal, um schnell online zu sein. Du zahlst monatlich, bekommst ein fertiges System mit Templates und musst nichts technisch verstehen. Das ist ehrlich gesagt für manche Fälle vollkommen ausreichend. Der Haken: Du bist dauerhaft an das System und dessen Preispolitik gebunden. Individuelle Anpassungen stoßen schnell an Grenzen, und die Performance – also Ladezeiten und SEO-Grundlagen – ist häufig schlechter als bei professionell entwickelten Seiten. Das macht sich bemerkbar, wenn Du ernsthaft bei Google gefunden werden willst.

WordPress: flexibel und weit verbreitet

WordPress betreibt über 40 Prozent aller Websites weltweit, und das aus gutem Grund: Die Software ist kostenlos, gut dokumentiert und extrem erweiterbar. Für die meisten kleinen und mittleren Unternehmen ist WordPress eine sehr gute Wahl – vorausgesetzt, jemand richtet es sauber ein und pflegt es regelmäßig. Wer das selbst machen möchte, braucht etwas Einarbeitungszeit. Wer es delegiert, zahlt dafür, bekommt aber auch sehr gute Ergebnisse zu moderaten Kosten.

Individuelle Entwicklung: volle Kontrolle

Wenn ein einzigartiges Design, maximale Ladegeschwindigkeit oder eine spezielle Funktion gefragt ist, die kein fertiges System bietet, ist die individuelle Entwicklung die richtige Wahl. Sie ist in der Erstellung teurer, aber langfristig oft die flexibelste und stabilste Lösung. Bei Webwerk setze ich häufig auf individuellen Code, weil er schlanker ist und besser für Google Performance-Werte optimiert werden kann.

Die beste Lösung ist nicht die günstigste – sondern die, die zu Deinen Zielen passt. Wer auf gute Google-Rankings angewiesen ist, fährt mit einem Baukasten langfristig oft teurer als mit einer professionellen Lösung von Anfang an.

Faktor 3 – Design und zusätzliche Funktionen

Ein Standard-Template ist günstiger als ein individuelles Design – das liegt auf der Hand. Was viele aber unterschätzen: Auch einzelne Funktionen können den Preis erheblich beeinflussen. Ein einfaches Kontaktformular ist in der Regel im Preis inbegriffen. Eine Online-Terminbuchung schlägt je nach Lösung mit 300 bis 800 Euro Aufpreis zu Buche, alternativ lässt sie sich über Tools wie Calendly kostengünstig anbinden. Mehrsprachigkeit – etwa für Unternehmen mit internationaler Kundschaft – kostet je nach Seitenumfang zwischen 500 und 1.500 Euro zusätzlich. Ein KI-Chatbot fängt je nach Integration bei rund 500 Euro an, und bei individuellen Animationen oder ausgefallenen Sonderdesigns variiert der Aufwand stark.

Was ich aus meiner Arbeit mit Kunden gelernt habe: Nicht jede Funktion ist für jedes Unternehmen sinnvoll. Ein guter Dienstleister hilft Dir, die Features zu priorisieren, die wirklich etwas bringen – und empfiehlt nicht einfach alles, was technisch machbar ist.

Faktor 4 – Laufende Kosten nicht vergessen

Hier erlebe ich am häufigsten, dass Kunden unvorbereitet sind. Die Erstellung einer Website ist eine Einmalzahlung – aber danach läuft das Geld weiter. Hosting kostet je nach Anbieter und Leistung zwischen 5 und 30 Euro pro Monat. Die Domain schlägt mit 10 bis 20 Euro pro Jahr zu Buche. Ein SSL-Zertifikat ist bei vielen Hostern inklusive, andernfalls kommen noch einmal 50 bis 100 Euro im Jahr dazu. Wer seine Website regelmäßig aktualisiert, gesichert und technisch am Laufen gehalten haben möchte, zahlt für ein Wartungspaket typischerweise 30 bis 100 Euro im Monat. Hinzu kommen möglicherweise Lizenzen für Plugins oder externe Tools.

Ein transparenter Anbieter nennt Dir diese Positionen von Anfang an – noch bevor ein Angebot unterschrieben wird. Wenn das nicht passiert, frag aktiv nach.

Was bekommst Du für Dein Geld?

Ich sage meinen Kunden manchmal: Eine billige Website kann am Ende die teuerste sein. Nicht wegen versteckter Kosten, sondern wegen dem, was sie nicht liefert. Eine langsame Website verliert Besucher, bevor die Seite überhaupt geladen hat – Studien zeigen, dass schon drei Sekunden Ladezeit die Absprungrate dramatisch erhöht. Eine Website ohne SEO-Grundlagen rankt bei Google nicht und bringt damit keinen organischen Traffic. Eine Website, die auf dem Smartphone schlecht aussieht, macht einen schlechten ersten Eindruck – und der erste Eindruck zählt online genau so wie offline. Laut einer Statista-Erhebung recherchieren über 80 Prozent der Verbraucher vor einer Kaufentscheidung online – wer dabei entweder gar nicht auftaucht oder unserious wirkt, verliert diese Kunden still und leise, ohne es je zu merken.

Eine professionell entwickelte Website ist deshalb keine Ausgabe, sondern eine Investition. Sie arbeitet rund um die Uhr für Dich, bringt neue Anfragen und positioniert Dein Unternehmen so, wie Du es möchtest.

Eine Website kostet Geld. Keine Website kostet Kunden.

Häufige Fragen zu Website-Kosten

Kann ich eine gute Website für unter 1.000 Euro bekommen?

Mit einem Baukastensystem ja – die monatlichen Kosten liegen bei 10 bis 30 Euro, und für manche Zwecke ist das absolut ausreichend. Wer allerdings ein individuelles Design, gute Ladezeiten und ernsthafte SEO-Performance möchte, stellt fest, dass eine professionell gestaltete Website beim Dienstleister in der Regel ab 1.000 Euro aufwärts beginnt. Das ist kein Zufall, sondern spiegelt den tatsächlichen Aufwand dahinter wider.

Was sind die laufenden Kosten einer Website?

Neben den Erstellungskosten fallen regelmäßig Kosten für Hosting (5–30 Euro pro Monat), Domain (10–20 Euro pro Jahr) und – wenn gewünscht – ein Wartungspaket an. Wer möchte, dass seine Website regelmäßig aktualisiert, gesichert und gepflegt wird, zahlt dafür typischerweise 30 bis 100 Euro im Monat. Das klingt nach viel, aber verglichen mit dem, was ein einziger gewonnener Neukunde wert ist, relativiert sich das schnell.

Was ist günstiger: Baukasten oder Agentur?

Im ersten Moment ist ein Baukasten günstiger – da gibt es nichts zu beschönigen. Aber über zwei oder drei Jahre gerechnet, unter Einbeziehung der monatlichen Abokosten, der fehlenden SEO-Performance und des Zeitaufwands für die eigene Pflege, sieht die Rechnung häufig anders aus. Eine professionell entwickelte Website lädt schneller, rankt besser und hinterlässt einen seriöseren Eindruck. Und ein guter Dienstleister denkt mit – bei Struktur, Inhalten und SEO.

Wie lange dauert die Erstellung einer professionellen Website?

Das hängt stark vom Umfang ab. Eine einfache Visitenkarten-Website kann ich in wenigen Tagen fertigstellen. Ein größeres Projekt mit mehreren Unterseiten, Buchungssystem und individuellem Design braucht realistisch zwei bis acht Wochen – und auch das setzt voraus, dass Texte und Bilder von Dir rechtzeitig geliefert werden, was in der Praxis oft der eigentliche Flaschenhals ist.

Was kostet eine Website mit Online-Shop?

Ein einfacher Shop beginnt bei etwa 2.000 Euro – zum Beispiel mit einer überschaubaren Produktanzahl, einer Zahlungsmöglichkeit und einer klaren Struktur. Wer viele Produktvarianten, mehrere Zahlungsanbieter, automatisierte Versandlogik und ein individuelles Design möchte, landet schnell bei 5.000 bis 15.000 Euro und mehr. Ich empfehle hier, klein anzufangen und den Shop gezielt auszubauen, statt von Anfang an alles einzuplanen.

Fazit: Preis ist nicht gleich Wert

Die Frage „Was kostet eine Website?“ lässt sich nicht mit einer einzelnen Zahl beantworten – und ich wäre misstrauisch gegenüber jedem, der das behauptet. Was zählt, ist was Du damit erreichen willst: mehr Sichtbarkeit, mehr Anfragen, ein professionelleres Auftreten gegenüber der Konkurrenz. Wer dieses Ziel klar vor Augen hat, trifft bessere Entscheidungen – egal mit welchem Budget.

Wenn Du wissen möchtest, was eine Website für Dein konkretes Unternehmen kosten würde, schau Dir meine Webdesign-Leistungen an oder forder direkt eine kostenlose Demo an. Und falls Du Dich fragst, ob eine eigene Website überhaupt nötig ist oder ob Instagram als Ersatz genügt, empfehle ich Dir meinen Artikel Website vs. Instagram-Seite.

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